Die thermische Flammenüberwachung Ihres Gasgrills: Sicherheit, Funktion und Ersatzteile
Flammenüberwachung & Sicherheit
So funktioniert die Zündung und automatische Abschaltung an Ihrem Gastrobräter
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Die Flammenüberwachung ist eine gesetzlich vorgeschriebene, rein mechanisch-thermische Sicherung. Sie arbeitet komplett ohne Batterien oder externen Strom. Ihr Zweck: Wenn die Flamme ungewollt ausgeht, wird die Gaszufuhr automatisch blockiert.
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1. Flamme erlischt
Ein Windstoß pustet die Brennerflamme aus. Das Gas strömt für einen kurzen Moment ungehindert weiter, da das Ventil noch offen ist.
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2. Sensor kühlt ab
Da das Thermoelement nicht mehr von der Flamme umhüllt wird, kühlt es innerhalb von 3 bis 5 Sekunden schlagartig ab. Die Erzeugung des winzigen Haltestroms stoppt.
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3. Magnet verliert Kraft = Ventil schließt
Ohne den Strom vom Sensor verliert die Magnetspule im Gashahn ihre magnetische Haltekraft. Die starke Rückholfeder schnappt nach oben und drückt den Sperrkolben dicht in den Ventilsitz. Die Gaszufuhr ist zu 100% gestoppt.
Das häufigste Problem: Der Brenner zündet normal, brennt wunderbar, aber sobald Sie den Drehknopf loslassen, geht die Flamme wieder aus. Arbeiten Sie folgende Ursachen (nach Häufigkeit sortiert) ab:
Oft wird der Kupfersensor beim Reinigen des Grills versehentlich verbogen. Steht die Spitze nicht mehr direkt in der Flamme, wird sie nicht heiß. Der Sensor „denkt“, das Feuer ist aus und schließt aus Sicherheitsgründen das Gasventil beim Loslassen des Knopfes.
✅ Lösung: Kontrollieren Sie den Sitz des Sensors. Biegen Sie ihn vorsichtig zurück, sodass er direkt über den Gasaustrittslöchern des Brenners liegt und von der Flamme umhüllt wird. Testen Sie erneut.
Der Brenner brennt fast überall normal – nur genau unter dem Temperaturfühler kommt kein Gas an, weil dieses eine Loch durch Fett, Marinade oder Rost verstopft ist. Ergebnis: Der Fühler wird nicht heiß.
✅ Lösung: Brenner abkühlen lassen. Reinigen Sie die Löcher im Brennerrohr, insbesondere im Bereich des Fühlers, z.B. mit einer Drahtbürste. Achtung: Löcher nicht aufbohren!
Haben Sie Punkt 1 und 2 ausgeschlossen, ist möglicherweise das Thermoelement oder der Magnetschalter defekt. Dies passiert oft durch extreme Hitze oder normale Materialermüdung über die Jahre.
✅ Lösung: Kontaktieren Sie uns für ein passendes Ersatzteil. Am besten senden Sie uns ein Foto Ihres Typenschildes, damit wir Ihnen genau das richtige Teil heraussuchen können.
Das System basiert auf einem einfachen, aber effektiven thermoelektrischen Prinzip und besteht hauptsächlich aus zwei Komponenten: dem Thermoelement und einer Magnetspule im Gashahn.
Zündvorgang: Um einen Brenner zu starten, müssen Sie den Gasknebel hineindrücken und halten. Dadurch wird das Gasventil manuell geöffnet, und gleichzeitig wird die Magnetspule überbrückt.
Wärme wird zu Spannung: Sobald die Flamme brennt, erhitzt sie die Spitze des Thermoelements. Dieses erzeugt durch die Hitze eine geringe elektrische Spannung (einige Millivolt).
Offenhalten der Gaszufuhr: Die erzeugte Spannung wird über eine Leitung zur Magnetspule im Gashahn geführt. Der Strom erzeugt ein Magnetfeld, das die Spule und damit das Gasventil geöffnet hält, auch nachdem Sie den Knebel losgelassen haben.
Sicherheitsabschaltung: Wenn die Flamme – beispielsweise durch einen Windstoß – erlischt, kühlt das Thermoelement ab. Die Spannung fällt ab, das Magnetfeld in der Spule bricht zusammen und das Ventil schließt die Gaszufuhr sofort und automatisch.
Fehlerbehebung: Was tun, wenn der Brenner nicht anbleibt?
Ein häufiges Problem ist, dass die Flamme erlischt, sobald man den Bedienknopf loslässt. Dies deutet meist darauf hin, dass das Thermoelement die Magnetspule nicht dauerhaft mit Spannung versorgt. Bevor Sie von einem Defekt ausgehen, sollten Sie folgende Punkte überprüfen:
Position des Thermoelements: Oft ist der Fühler nur leicht verschoben. Die Spitze des Thermoelements muss direkt in der Flamme positioniert sein, um ausreichend Hitze aufzunehmen. Idealerweise wird die Flamme von der Spitze geteilt. Vergleichen Sie die Position mit den funktionierenden Brennern, um die korrekte Ausrichtung zu finden.
Verstopftes Gasaustrittsloch: Die direkt unter dem Thermoelement befindliche Flammenöffnung könnte durch Fett oder Rost verstopft sein. Dadurch kann sich keine stabile Flamme bilden, die das Thermoelement erhitzt. Reinigen Sie dieses Loch vorsichtig.
Defekte Bauteile: Sind die oben genannten Punkte ausgeschlossen, liegt möglicherweise ein Defekt am Thermoelement selbst oder an der Magnetspule vor.
Eine häufige Ursache für eine beschädigte Magnetspule ist ein Fettbrand in der Fettauffangwanne. Wenn sich herabtropfendes Fett entzündet, entsteht eine enorme Hitze unterhalb der Brenner. Diese Hitze kann über den Gashahn auf die aus Kunststoff gefertigte Magnetspule übertragen werden, die sich dadurch verformt und ihre Funktion verliert.
Tipp: Geben Sie immer etwas Wasser in die Fettauffangwanne. Das heruntertropfende Fett wird so gekühlt und kann sich nicht entzünden.
Sollte ein Bauteil der Zündsicherung beschädigt sein, können Sie Thermoelemente, Magnetspulen oder komplette Gasventile in der Regel als Ersatzteile erwerben. Reparaturen an gasführenden Teilen sollten zu Ihrer eigenen Sicherheit nur von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden.
Sollte ein Bauteil der Zündsicherung beschädigt sein, können Sie Thermoelemente, Magnetspulen oder komplette Gasventile in der Regel als Ersatzteile erwerben. Reparaturen an gasführenden Teilen sollten zu Ihrer eigenen Sicherheit nur von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden.